Über Laetitia

Laetitia Lenel, geboren 1988 in Frankfurt am Main, studierte Geschichte und Philosophie in Freiburg, Genf, Berlin und Prag. Seit 2015 Promotion an der Humboldt-Universität zu Berlin zur Geschichte der Konjunkturprognose.

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Why the AfD Could Be Good for German Democracy

Hans Kundnani beschreibt die Chancen, die der Aufstieg der AfD für die deutsche Demokratie darstellen könnte. Mit der Politikwissenschaftlerin Sheri Berman versteht er Populismus als Symptom einer Krise der Demokratie - nicht als Ursache. Eine angemessene Antwort auf den Aufstieg der AfD bestehe deshalb in der Entwicklung neuer Alternativen in einer allzu oft als "alternativlos" beschriebenen Politik.

Foreign Affairs , 02.11.2017
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Deutschland, der ewige Klassenbeste

Jürgen Kaube weist auf einen Aufsatz im Merkur hin, in dem Christoph Möller das gefährliche Desinteresse vieler Deutscher an der Politik beklagt. Es habe sich eine bürgerliche Mitte herausgebildet, die sich für monetäre und moralische Werte begeistere, Unterschriften sammle und Aufsätze schreibe, aber Politik anderen überlasse und Parteien suspekt finde. Sollte die Demokratie in Deutschland einmal unter ähnlichen Druck geraten wie in Ungarn oder Polen, könnte das gefährlich werden.

FAZ , 19.07.2017
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Redaktion der Ehemaligen

Diese Woche hat die rechtskonservative "Vereinigung zur Erhaltung der Rechtsstaatlichkeit und bürgerlichen Freiheiten" erstmals ihr Boulevardblatt, den sogenannten "Deutschland-Kurier", in einer Auflage von 600.000 kostenlos und ungefragt an Berliner Haushalte verteilt. Die ZEIT berichtet, wer dahintersteckt.

Die Zeit , 11.07.2017
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Und sonntags wird die Terrasse repariert

Die Wirtschaft brummt, die Lebenserwartung steigt, militärische Konflikte sind nicht in Sicht - und trotzdem sprechen immer mehr Menschen, als stünde Deutschland vor dem Abgrund, vor dem es nur ein radikaler Systemwechsel retten könne. Für Müller ist das Ausdruck einer kulturellen Krise und Anlass, ein wacheres Engagement zu fordern. Statt infantilem Warten auf den politischen Lieferservice brauche es kühne Bürger, die sich die Zukunft zur Heimat und ihre Gestaltung zur Aufgabe machen.

FAZ , 22.05.2017
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Internationale Solidarität für die AfD

Ein mysteriöser Verein macht teure Werbung für die AfD. Ein Systemadministrator aus einer deutschen Kleinstadt begibt sich auf die Recherche - und stößt auf die „Bewegung für ein Europa der Nationen und der Freiheit“, die offenbar europaweit nationalistische Parteien unterstützt und vernetzt. Die FAZ berichtet.

FAZ , 24.04.2017
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Es steht jetzt 2:1 für Aristoteles

Schon Platon und Aristoteles stritten über die richtige Regierungsform. Dieser Streit ist jetzt neu entbrannt. Während der amerikanische Politikwissenschaftler Jason Brennan für eine Epistokratie - das Wahlrecht weniger gut Informierter - plädiert, tritt seine deutsche Kollegin Ulrike Guérot für eine europäische Republik ein, in der jeder in seinem Ort Verantwortung übernimmt und das Politische erst mit Anderen im Prozess entsteht. In Berlin kamen die beiden kürzlich zum Gespräch zusammen.

Die Zeit , 11.04.2017
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Politik ist wieder angesagt

Lisa Muckelberg registriert eine wachsende Politisierung unter jungen Leuten. Die Journalistin stellt Ziele und Aktionen der "Demo"-Gründerin, des Vorsitzenden der Mainzer Juso-Gruppe und der Mitgründerin von "Kleiner fünf" vor und zeigt damit, dass diese Politisierung ganz unterschiedlichen Ausdruck findet.

FAZ , 08.04.2017
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Römische Verträglichkeit

Die SZ berichtet von den Feierlichkeiten zum 60. Jahrestag der Europäischen Union. Die Staats- und Regierungschefs hätten Einigkeit und eine gemeinsame Agenda vermitteln wollen. Doch die Konflikte der vergangenen Wochen würden allerorts aufschimmern. Trotzdem sei eine allgemeine Heiterkeit zu spüren gewesen, die Juncker als "beginnende Aufbruchsstimmung" gedeutet habe.

Süddeutsche Zeitung , 26.03.2017
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Ende des Höhenflugs?

Die AfD hat bei den Wahlen im Saarland 6% und damit das viertschlechteste Ergebnis in ihrer Geschichte erzielt. Da sie in Umfragen erst im März abgerutscht ist, führt die FAZ das Ergebnis nicht auf die bereits vor Monaten bekanntgewordenen rechtspopulistischen Strömungen innerhalb der saarländischen AfD zurück. Eher sei es eine Reaktion auf den zunehmenden Realismus des Bundesvorstands, der einer Partei, die schnellen Wandel und Kompromisslosigkeit predige, womöglich mehr schade als anderen.

FAZ , 26.03.2017
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Gleiche Welle

BBC sei mittlerweile offenbar zur Abkürzung für Brexit Broadcasting Corporation mutiert, stellt Alexander Menden in der SZ fest, und beklagt die "bizarre Stilisierung" Großbritanniens zum "Anführer einer Freiheitsbewegung, die Europa vom EU-Joch erlöst" durch die BBC. Menden führt das auf Überkompensation zurück: Bemüht, dem Verdacht liberaler Voreingenommenheit entgegenzutreten, lege der auf öffentliche Gelder angewiesene Sender eine irritierende "Brexit-Hörigkeit" an den Tag.

Süddeutsche Zeitung , 22.03.2017
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Macht Populisten nicht größer, als sie sind

Im Interview mit FAZ.NET spricht der Politikwissenschaftler Friso Wielenga über die Wahl in den Niederlanden. Die Wahl habe gezeigt, dass man Populisten nicht überschätzen solle. Wilders sei im Vorfeld der Wahl in den Medien größer gemacht worden, als er sei. Wenn man permanent über eine Person spreche, komme man von den Inhalten weg - "und das stärkt die Populisten". Mit Blick auf die Bundestagswahl rät Wielenga deutschen Politikern deshalb, mehr über eigene Themen zu sprechen.

FAZ , 16.03.2017
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Mark Rutte hat das liberale Erbe der Niederlande verspielt

Zwei Tage vor der Wahl in den Niederlanden beleuchtet Casper Thomas die Gründe für den Erfolg von Geert Wilders. Seiner Meinung nach trägt Ruttes Brief "An alle Niederländer" vom 23.01.2017 erhebliche Mitschuld an Wilders Aufstieg. Mit seiner Feier des "niederländischen Normalen" habe der Brief einen geistlosen Nationalismus befördert. Damit habe Wilders, egal wie die Wahl am Ende ausgehe, geistig bereits gewonnen.

Die Zeit , 13.03.2017
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Schluss mit den Schönfärbereien

In einem Gastbeitrag für die FAZ fordern Christine Landfried und Robert Post, die kulturellen Voraussetzungen der Demokratie in Europa und den Vereinigten Staaten als Gegenkräfte zum Populismus zu stärken. Dazu gehöre das Engagement der Bürger für eine gemeinsame Zukunft. Die Debatte darüber, wie diese gemeinsame Zukunft aussehen solle, müsse mit Empathie geführt werden – eine Tatsache, die „die politischen, journalistischen und wissenschaftlichen Eliten unterschätzt“ hätten.

FAZ , 11.03.2017