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Texte im Netz, die uns wichtig sind.

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Wir müssen über Nazis reden

Einen Tag vor der Wahl hier noch ein Blogeintrag von Moritz Hoffmann zur AfD. Nicht, dass unsere LeserInnen ihre Stimme für diese gäben, aber wir suhlen uns ja gern in Sorgen. Es lohnt sich übrigens, dem Link am Ende des Artikels zum Deutschen Panzermuseum zu folgen (ja, wirklich!). Um eine differenzierte Sicht auf einen kleinen Teil der Rechtswähler zu gewährleisten, sei außerdem auf ein Porträt der Wendeverlierer verwiesen: http://www.taz.de/Wiedervereinigung-und-die-Wahl/!5442553/

Moritz Hoffmann , 22.09.2017
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Meine Güte, dann wählt halt AFD

In diesem (hier verschriftlichten) Vortrag sprach Ronja von Rönne über Angst: Warum es ihrer bei der Anwesenheit von Vernunft nicht bedarf, wie sie zu therapieren ist und dass die Wahl der AFD weder eine räsonable noch mutige ist.

Die Zeit , 05.09.2017
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Wie tolerant sind die Deutschen?

Eine infas-Umfrage bringt uns neue, verblüffende Zahlen über das "Wir-Gefühl" der Deutschen und wen jenes inkludiert. Beinah ist's zu schön, um wahr zu sein – ausbaufähig zwar, aber immerhin schließen beispielsweise 71% Geflüchtete in ihr "Wir" ein. Und – dies der zweite Streich – gleichsam zu Recht, fand doch die Bertelsmannstiftung heraus, dass die Integration von Muslimen besser funktioniert, als Zweifler es gern postulieren: http://www.tagesschau.de/inland/integration-studie-101.html

Die Zeit , 23.08.2017
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There is no such thing as western civilisation

Anknüpfend an den konstatierten Irrtum des Nationalismus hier nun die Negierung überhaupt der "westlichen Zivilisation", kulminierend im geflügelten "Ich bin ein Mensch, nichts Menschliches, denk ich, ist mir fremd." von Publius Terentius Afer. Es gibt kein kohärentes Narrativ, das Europa als das – zumal einzige – kulturelle Erbe der griechischen Antike legitimiert.

The Guardian , 09.11.2016
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Unlearning the myth of American innocence

Suzy Hansen schreibt von dem gelegentlichen amerikanischen Selbstverständnis, die fortschrittlichste Nation und moralische Autorität zu sein. Viele der dargelegten Denkmuster kann man unbesorgt auf "die westliche Welt" im Allgemeinen übertragen – Denkmuster, die James Baldwin entlarvte und auch Krisha Kops in "Ich und das Andere" oder der bereits empfohlene Didier Eribon adressiert haben. Es ist ein längerer Text über buchstäbliche Ent-täuschung und den Irrtum des Nationalismus.

The Guardian , 08.08.2017
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Ich und das Andere

Krisha Kops erklärt in diesem wahrhaft exzeptionellen Text, warum das Andere konstitutiv für die eigene Identität ist und inwieweit gerade die Divergenz Europas größte Stärke ist.

transform , 31.07.2017
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World Wide Wut

Der G20-Gipfel ist nun einige Wochen her und ebenso lange schlummern schon zwei Artikel, oder besser: Meinungen über die Eskalationen in meiner Leseliste, die übrigens weder auf Seiten der gewaltbereiten Polizei noch des brandschatzenden Mobs der Demonstranten stehen. Oben verlinkt Sascha Lobo über die digitale Wut danach; hier ein Blogeintrag von Lucas Schoppe über das Vorgehen des Schwarzen Blocks: https://man-tau.com/2017/07/07/hamburg-gewalt-eliten/

Spiegel Online , 12.07.2017
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Die Angst der Juden vor den Judenfreunden

Armin Langer, der Anfang des Monats bei unserem Eutopia-Gespräch war, beschreibt für die Zeit, wie eine jüdische Buchhandlung ins Visier von linken Philosemiten geriet, nachdem sie eine Diskussion über Schriften des in rechten Kreisen beliebten Rassentheoretikers Julius Evola ankündigte. Jetzt muss sie aberwitzigerweise schließen.

Die Zeit , 25.07.2017
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Deutschland, der ewige Klassenbeste

Jürgen Kaube weist auf einen Aufsatz im Merkur hin, in dem Christoph Möller das gefährliche Desinteresse vieler Deutscher an der Politik beklagt. Es habe sich eine bürgerliche Mitte herausgebildet, die sich für monetäre und moralische Werte begeistere, Unterschriften sammle und Aufsätze schreibe, aber Politik anderen überlasse und Parteien suspekt finde. Sollte die Demokratie in Deutschland einmal unter ähnlichen Druck geraten wie in Ungarn oder Polen, könnte das gefährlich werden.

FAZ , 19.07.2017
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Redaktion der Ehemaligen

Diese Woche hat die rechtskonservative "Vereinigung zur Erhaltung der Rechtsstaatlichkeit und bürgerlichen Freiheiten" erstmals ihr Boulevardblatt, den sogenannten "Deutschland-Kurier", in einer Auflage von 600.000 kostenlos und ungefragt an Berliner Haushalte verteilt. Die ZEIT berichtet, wer dahintersteckt.

Die Zeit , 11.07.2017
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Nervöse Republik

Schon einige Monate alt, aber manch einer mag ihn bisher noch nicht gesehen haben: Der Dokumentarfilm von Stephan Lamby begleitet deutsche Politiker sowie Journalisten beginnend im Frühjahr 2016 über ein Jahr hinweg und zeichnet die Stimmung auf, die sich mit Brexit und Trump, "Flüchtlingskrise" und Terror zunehmend auf Verunsicherung festlegt. Noch bis April 2018 in der Mediathek.

Das Erste , 19.04.2017
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Der Hochmut der Vernünftigen

Dieses Essay über maßlose Political Correctness von Hans Monath wurde vorgestern mit dem Theodor-Wolff-Preis ausgezeichnet. Es ist nicht das erste Mal, dass die Mitschuld der liberalen Elite am Sieg der Populisten diskutiert wird, aber es geschieht auf brillante Art und auch im Hinblick auf tagesaktuelle Debatten, die bspw justament die rot-rot-grüne Regierung Berlins umtreiben. (Der Link führt zum Text auf der Website des Journalistenpreises; dort in Randlage ein kleines Interview mit Monath.)

Der Tagesspiegel , 11.12.2016
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Thanks, Brits

Und heute: Brexit makes Europe great again. So zumindest liest sich Jean Quatremers schöner Text, der aufzeigt, wie positiv sich das Referendum bisher auf das europäische Klima auswirkte, indem für jeden Skeptiker augenfällig wird, dass bei einem Ausstieg eben vor allem der Aussteiger selbst verliert.

The Guardian , 15.06.2017
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This is your brain on terrorism

Carlos Maza erklärt in einem kurzen Videobeitrag, wie die Berichterstattung über Terrorismus das subjektive Gefahrempfinden manipuliert und uns auf das politische "security theater" anspringen lässt. Als weiterführende Literatur speziell zu den Mechanismen der "Versicherheitlichung" und Panikmache sei an dieser Stelle wärmstens Zygmunt Baumans großartiger Essay über Migration "Strangers at Our Door" (oder im Deutschen "Die Angst vor den anderen") empfohlen.

Vox , 20.03.2017
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Trump makes Europe great again

Viel wurde bereits über Trumps Europabesuch berichtet, allerlei GIFs brachten zumindest etwas Vergnügen in die Schlechtwetterlage und Merkels Rede im Truderinger Bierzelt – ausgerechnet! – ließ dann doch Hoffnung aufglimmen. Natalie Nougayrède beschrieb nun nochmal im Guardian, wie dank Trump die europäischen Mitgliedstaaten wieder zusammenrücken könnten.

The Guardian , 29.05.2017

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